Dissertationsprojekte
Dieser Beitrag sammelt aktuelle, noch nicht abgeschlossene Dissertationsprojekte mit musikpädagogischen Fragestellungen. Die Reihenfolge der Liste ist alphabetisch und nicht chronologisch. Neben dem (Arbeits-)Titel sollte sie Informationen zu Ort und Betreuer/in der Arbeit enthalten, daran kann sich ein kurzes Abstract (bis zu 100 Wörter) zu Fragestellung, Methode, etc. anschließen.
Abgeschlossene Projekte finden Sie auf der Seite Dissertationen und Habilitationen.
Inhaltsverzeichnis |
Dissertationsprojekte
Bechtel, Dirk
„Lehrerbildung im Beruf. Untersuchung über die Bedeutung von Fortbildungsangeboten aus der Sicht von Musiklehrerinnen und -lehrern“ (Arbeitstitel), betreut von Prof. Dr. Jürgen Terhag, Ort: Hochschule für Musik Köln
Die qualitative Studie untersucht anhand von leitfadengestützten Interviews, welche Rolle Fortbildungen für MusiklehrerInnen spielen. Dabei geht es nicht um eine Evaluation konkreter Angebote oder Konzepte, sondern vielmehr um die Sichtweise, die LehrerInnen grundsätzlich auf solche Veranstaltungen haben. Da es sich also um individuelle Bedeutungszuweisungen handelt, ist die Untersuchung als qualitative Forschungsarbeit angelegt. Die Auswertung stützt sich auf die Grounded Theory Methodologie (GTM) nach Strauss/Corbin und erfolgt mit Hilfe der Software ATLAS.ti.
Jordan, Anne-Katrin
„Empirische Validierung eines Kompetenzmodells für das Schulfach Musik“ (Arbeitstitel), betreut von Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser, Universität Bemen
Kanehl, Jan
"Ästhetische Produktionsprozesse im Musikunterricht" (Arbeitstitel), betreut von Prof. Dr. Christopher Wallbaum, Ort: HMT Leipzig
Kivi, Alexis
„Fach- und fächerübergreifender Musikunterricht - Ein Vergleich von Konzeptionen, Begründungen und Abgrenzungen zum so genannten Fachunterricht“ (Arbeitstitel), betreut von Prof. Dr. Christoph Richter, UdK Berlin.
In dieser qualitativen Studie sollen die vorhandenen expliziten und impliziten Konzeptionen, Auffassungen und Begründungen fach- und fächerübergreifenden Unterrichts an allgemein bildenden Schulen als Typologie erarbeitet werden und in einen Zusammenhang zur jeweiligen Fachaufassung gestellt werden. Hierdurch sollen zum einen Erklärungsmodelle für die spezifischen Antinomien bei der Abgrenzung von ‚fachlichem‘ und ‚fachübergreifendem‘ Unterricht erarbeitet und zum anderen Perspektiven für eine integrierende Beziehung beider Unterrichtsformen aufgezeigt werden.
Steiner, Johannes
"Klavierpraxis im Musikunterricht" (Arbeitstitel),
betreut von O.Univ.Prof. Mag. Gerhard WANKER [1], Ort: Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Diese Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten des Klaviers im Musikunterricht. Mit Hilfe von empirischen, empirisch-experimentellen und qualitativen Methoden werden die Einsatzmöglichkeiten des Klaviers im Unterricht systematisiert dargestellt. Stilistische Unterschiede in der populären Musik des 20. und 21. Jahrhunderts werden im zweiten Teil aus musikgeschichtlicher Sicht präsentiert.
von Hasselbach, Julia
"Studien zur Armkinematik des Streichinstrumentalspiels"
Kumulative Dissertation an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, betreut von Prof. Dr. Wilfried Gruhn (Musikpädagogik) und Prof. Dr. Albert Gollhofer (Direktor des Instituts für Sport und Sportwissenschaft).
Promotionsbedingung: drei Veröffentlichungen in internationalen peer-reviewed journals oder proceedings.
Teil 1: "Mass Balancing Oscillations. An Indication of Expertise in the Bowing of Violinists. A Quantitative Micromotion Study", in: Proceedings of the ICMPC 11, Seattle, University of Washington, 2010.
Ruf, Benedikt
"Musiktheorie im Musikunterricht" (Arbeitstitel), betreut von Prof. Dr. Hans-Ulrich Schäfer-Lembeck
Es soll untersucht werden, wie Musiklehrerinnen und -lehrer am Gymnasium Musiktheorie unterrichten. Wie, also in welchen Kategorien oder Modellen, denken Lehrende über Musiktheorie? Wie können diese Kategorien oder Modelle aus didaktischer Perspektive beschrieben und eingeordnet werden? Und welche funktionierenden Ansätze und Vorgehensweisen gibt es?
Schabram, Kai
Konzepte "großer" Form. Studien zu symphonischen Zyklustheorien des 18. und 19. Jahrhunderts (Arbeitstitel), betreut von Prof. Dr. Siegfried Oechsle
Das Dissertationsprojekt untersucht zunächst verschiedene Musiktheoretiker des 18. und 19. Jahrhunderts (Forkel, Marx, Köstlin, Dommer), die sich intensiv mit dem Phänomen symphonischer Zyklik auseinandergesetzt haben. Zudem werden symphonische Werke von Beethoven, Schubert, Schumann und Liszt analysiert und auf ihre spezifische zyklische Konstitution befragt. Die Ergebnisse sollen anschließend in einem gesonderten Teil didaktisch reduziert und aufbereitet werden. Geplant ist eine Unterrichtsreihe über das Thema Symphonik, die Schülerinnen und Schülern die komplexe Entstehungs- und Konsolidierungsphase der Gattung näher bringen möchte. Die Arbeit versucht somit musikwissenschaftliche und -pädagogische Sachverhalte miteinander zu vermitteln.