Boxen und Verstärker

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Dieser Artikel ist Teil des Beitrags Tontechnik in der Schule.


Passive Boxen

Passive Lautsprecherbox

Lautsprecherboxen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und in den verschiedensten Leistungsklassen (Watt-Zahlen). Am häufigsten trifft man auf sogenannte Fullrange-Boxen. Hier sind in einem Boxengehäuse verschiedene Lautsprecher eingebaut, z.B. Basstöner, Mitteltöner und Hochtöner. Fullrange-Boxen bieten für viele Anlässe und Räumlichkeiten die passende Beschallung und sind gut zu transportieren und anzuschließen. Nahezu alle kompakten Fullrange- Systeme werden auf Boxenstativen aufgestellt, damit die Lautsprecherhöhe in etwa der Ohrhöhe der Zuhörer entspricht.

Passive Boxen sind Boxen ohne eigene Verstärkung (Endstufe). Das Signal, das an passive Boxen geschickt wird, muss vorher entsprechend verstärkt werden. Es wird also ein zusätzlicher Verstärker bzw. eine Endstufe benötigt.


Endstufen

Endstufe

Um passive Boxen betreiben zu können, muss das Signal zuvor verstärkt werden. Hierfür wird eine Endstufe benötigt. Beim üblichen Stereo-Betrieb (2 Boxen, L+R) reicht eine 2-Kanal Endstufe vollkommen aus. Die Wattzahl der Endstufe sollte hierbei ungefähr im Leistungsbereich der angeschlossenen Boxen liegen und diese weder deutlich über- noch unterschreiten.


Aktive Boxen

Aktive Lautsprecherbox

Bei aktiven Boxen (Aktivboxen) ist die Endstufe in die Box eingebaut und genau auf die Lautsprecher abgestimmt. Es wird also keine zusätzliche Endstufe benötigt. Auch Aktivboxen gibt es in allen erdenklichen Ausführungen. Zum Teil verfügen Aktivboxen über mehrere Eingänge und eine Klangregelung, wodurch sie auch alternativ als Instrumenten-Combo verwendet werden können und dadurch für den Einsatz in der Schule sehr interessant sind.

Aufgrund der eingebauten Endstufe benötigen aktive Boxen immer einen Stromanschluss.


Boxensysteme

Boxensystem

Besonders in den letzten Jahren sind Boxensysteme sehr populär geworden. Hierbei kommen mehrere Boxen zum Einsatz, die für unterschiedliche Frequenzen ausgelegt sind. Üblicherweise unterscheidet man den Basslautsrecher (Subwoofer) und das Topteil für die Mitten und Höhen. Das Signal wird meist zuerst zum Subwoofer geschickt. Dort wird das Signal von einer eingebauten Frequenzweiche aufgetrennt und die mittleren und hohen Frequenzen werden weiter an das Topteil geleitet. Somit kann auch ein passives Boxensystem mit 2 Subwoofern und 2 Topteilen mit einer 2-Kanal- Endstufe betrieben werden. Die Subwoofer stehen immer auf dem Boden und die Topteile werden üblicherweise mit Distanzstangen (ähnlich dem Boxenstativ) darauf installiert.

Selbstverständlich gibt es auch unter den Boxensystemen aktive Varianten. Die Endstufe ist hierbei in der Regel in die Subwoofer integriert. Boxensysteme überzeugen vor allem bei der Übertragung tiefer Frequenzen und sind daher bei Veranstaltungen in größeren Räumen (z.B. Schulaula) oder im Freien sehr zu empfehlen.


Monitorboxen

Monitorbox

Monitorboxen dienen grundsätzlich nicht zur Beschallung eines Raumes, bzw. des Publikums, sondern den Musikern selbst als Referenz. Gerade bei großen Räumen und Besetzungen oder im Freien ist es für die ausführenden Musiker oftmals problematisch das eigene Instrument oder die Stimme zu hören. Daher werden Monitorboxen aufgestellt, die grundsätzlich unabhängig von der Front-PA (Beschallung des Publikums) angesteuert werden. Als Monitore werden häufig Fullrange-Boxen eingesetzt, die so gebaut sind, dass sie angewinkelt auf den Boden vor die Musiker gelegt werden können, so die Sicht des Publikums nicht behindern und doch akustisch zum ausführenden Musiker gelangen.

Beim Betrieb passiver Monitore ist zu beachten, dass sie eine zusätzliche Endstufe benötigen und nicht mit dem gleichen Signal wie die Lautsprecher der Front gespeist werden sollten. Aktive Monitor benötigen wiederum einen zusätzlichen Stromanschluss im Bereich der Bühne.