Claps

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Claps (auch: Handclaps) bilden das „Hauptinstrument“ der Bodypercussion.

Sie werden am wirkungsvollsten so ausgeführt, indem sich beide Hände nicht – wie beim Applaudieren – aufeinander zu bewegen, sondern indem eine Hand als „Instrument“ möglichst unbewegt in unverändertem Armwinkel an der gleichen Stelle bleibt und die andere als „Schlägel“ auf die „Instrumentenhand“ schlägt. Je nach Wölbung der „Instrumentenhand“ klingen die Claps völlig unterschiedlich. Besonders wichtig ist die dynamische Gestaltung und die möglichst genaue Ausführung der Claps, damit sie nicht zum stupiden Klatschen verkommen. Einzelne, kurze Claps können auch als akustisches Signal dienen, beispielsweise um einen Freeze zu beenden, der zuvor mit einem Doubleclap initiiert worden war.

Claps sind besonders in der Elektroakustischen Musik und der Elektronischen Musik eines der wichtigsten percussiven Klangelemente geworden. Besonders die analogen Simulationen eines Handclaps der Geräte Roland TR-606 und TR-808 sind stilprägend für die Techno und Housemusik geworden. Aktuell erleben die Claps vor allem im Indie-Rock/Pop und in einigen Techno/Electro-Stilen eine Art Revival. Meistens wird der Klang der Claps mit der Snaredrum gemischt. Die Bedeutung der Claps ist so groß, dass es sogar Instrumente gibt, die einzig und alleine Handclaps erzeugen (z.B. Handclapper von Boss).

Literatur

  • Terhag, Jürgen: Warmups und Spiele mit Musik. Spielerische Übungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Schott music. Mainz 2009 (i.V.)
  • Kühn, Michael: Wie entsteht neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik? - Kapitel 5.4.2: Die Produktion von House/Techno im Homerecording Studio: Elemente, S. 67 ff; Diplomarbeit 2009, Technische Universität Berlin.
  • DVD: High Tech Soul - The Creation of Techno Music. Plexi 2006.