Forschungsprojekt SIGrun

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„SIGrun – Studie zum Instrumentalunterricht in Grundschulen“

Laufzeit: 01.02.2009 bis 31.12.2012

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser



Rahmenbedingungen

Nachdem in Bochum seit 2003 das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) erfolgreich an Grundschulen in Zusammenarbeit mit Musikschulen durchgeführt wird, folgte 2007 die Ausweitung auf das Ruhrgebiet, mit mittlerweile 31.000 Erstklässlern, die in diesem Jahr starten. „JeKi“ ist ein Kooperationsprojekt mit der "Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010". In Hamburg werden an einer vergleichbaren schulischen Initiative voraussichtlich 63 Grundschulen mit 3.250 Schülerinnen und Schülern teilnehmen. Mit der Einführung von Instrumentalunterricht sind große Erwartungen an die individuelle und gemeinschaftliche Förderung von Schülerinnen und Schülern verbunden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert innerhalb des ausgewiesenen "Rahmenprogramms zur Förderung der empirischen Bildungsforschung" bundesweit diesbezüglich mehrere Begleitforschungsprojekte (siehe JeKi-Forschungsprogramm).

SIGrun

Die „Studie zum Instrumentalunterricht an Grundschulen“ wird diese schulischen Initiativen bis zum Jahr 2012 wissenschaftlich begleiten. Dabei setzt sich SIGrun als Verbundprojekt der Universitäten Bremen und Hamburg wie folgt zusammen: am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Bremen ist mit Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser die Gesamtleitung des Projektes angesiedelt. Weiterhin ist Bremen Sitz eines „Datenpools“ (Dr. Klaudia Schulte), in den u. a. sowohl SIGrun-intern als auch deutschlandweit sämtliche Strukturdaten einfließen werden. Außerdem sind die Teilprojekte zur „Musikalischen Präferenz“ (Prof. Dr. Veronika Busch; Julika Wagschal) sowie zur „Kulturellen Teilhabe“ (Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser; Susanne Naacke) hier ansässig. An der Universität Hamburg / Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft sind zwei weitere SIGrun-Teilprojekte verankert. Unter der Leitung von Erziehungswissenschaftler und Bildungsforscher Prof. Dr. Knut Schwippert wird sich Hamburg neben Aspekten der „Kooperation“ (Sabrina Kulin) zusätzlich der „Transferforschung“ (Sonja Nonte) widmen.

Insgesamt wird SIGrun besonderes Augenmerk darauf richten, inwiefern solche aufwändigen schulischen Programme nachhaltig und über den Kreis bildungsnaher Familien hinaus das Lernen, das schulische Leben und kulturelle Muster der Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien verändern.

Studiendesign

Das Studiendesign von „SIGrun“ ist als Längsschnitt angelegt. Im Rahmen von standardisierten Befragungen werden an vier Messzeitpunkten insgesamt ca. 1600 Schülerinnen und Schüler sowie entsprechende Musik- und Instrumentallehrkräfte, Eltern und die Schulleitungen befragt. Die Gesamtstichprobe setzt sich aus vier Kohorten (verteilt auf Hamburg und das Ruhrgebiet) mit je ca. zwölf teilnehmenden Schulen zusammen. Darauf aufbauend sind zwei qualitative Erhebungsphasen vorgesehen, die mit eigenen Fragestellungen und individuellem Design als integrierter Längsschnitt ihrerseits fungieren. Im Sinne einer reichhaltigen Perspektivenerweiterung und der Nutzung sinnvoller Synergieeffekte sollen die vielfältigen Daten umfassend trianguliert werden.

Projektmitarbeiter

Universität Bremen:

Universität Hamburg:

Literatur