Gestaltübertragung

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Bei der Gestaltübertragung wird eine musikalische Gestalt auf eine andere übertragen, indem sich beispielsweise ein Bodypercussion-Rhythmus stufenlos in eine Stimmgestaltung verwandelt oder das von einer Gruppe gestaltete, mehrstimmige rhythmische Pattern zum instrumentalen Riff erweitert bzw. zur akkordischen Begleitung auf dem Klavier.

Eine einfache Gestaltübertragung ist beispielsweise die Musikalisierung eines Gehtempos durch eine instrumentale Melodie, eine andere die Übertragung einer Fuß-Hand-Kombination aus Stomps und Claps auf ein Akkordinstrument, bei der beispielsweise der Stomp auf die Bassfigur und die Claps auf eine Akkordkette übertragen werden.

Funktion der Gestaltübertragung

Die Gestaltübertragung dient damit im methodischen Bereich der Stabilisierung einer vokalen oder instrumentalen Gestaltung oder zur abstrahierenden Zusammenfassung derselben (z.B. zur Übertragung auf ein Instrument) und im künstlerischen Bereich der Gestaltung nahtloser oder abrupter Übergänge. Bei der häufigsten Gestaltübertragung einer mehrstimmigen rhythmischen Figur auf ein Instrument muss man diese Figur auf ihre wesentlichen Bestandteile reduzieren, sie „innerlich zusammenfassen“ und dann passend auf eine rhythmische, harmonische oder melodiöse Figur übertragen.

Literatur

  • Terhag, Jürgen: Warmups und Spiele mit Musik. Spielerische Übungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Schott music. Mainz 2009 (i.V.)