Mikrofone (Schulgebrauch)

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Dieser Artikel ist Teil des Beitrags Tontechnik in der Schule.


Alle Stimmen und alle Instrumente, die über keinen Tonabnehmer verfügen, müssen mit einem Mikrofon verstärkt werden. Unterschiedliche Mikrofone unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Richtcharakteristik (Aufnahmebereich), ihres Frequenzspektrums und des tolerierten Schalldrucks. Daher sind für verschiedene Anwendungen und Einsatzgebiete auch unterschiedliche Mikrofone zu verwenden und empfehlenswert. Generell unterscheidet man dynamische von Kondensatormikrofonen. Kondensatormikrofone arbeiten nur mit Stromversorgung (Phantomspeisung, teilweise auch Batterie) und liefern einen höheren Ausgangspegel. Sie nehmen somit auch feinste Nuancen und leiseste Geräusche auf und verstärken diese entsprechend. Man kann aber nicht sagen, dass Kondensatormikrofone den dynamischen Mikrofonen grundsätzlich vorzuziehen sind. Dies ist ganz vom Einsatzbereich und dem jeweiligen Instrument abhängig.


Mikrofone für Sologesang

Dynamisches Gesangsmikrofon

Gesangsmikrofone sind die wohl am häufigsten eingesetzten Mikrofone. Sie eigenen sich aufgrund ihrer Richtcharakteristik und aufgrund ihres Frequenzspektrums hervorragend für die Verstärkung von Sprache und Gesang. Die Klassiker unter diesen Mikrofonen sind dynamische Mikrofone, die sehr robust sind und auch als „Allround“-Mikrofon für die Abnahme von Instrumenten eingesetzt werden können. Kondensatormikrofone für Sologesang sind preislich häufig in einer etwas höheren Kategorie einzuordnen, geben dafür aber auch kleinste stimmliche Nuancen beeindruckend wieder. Aufgrund der höheren Empfindlichkeit der Kondensatormikrofone, sind die robusten dynamischen Mikrofone für die Schule jedoch eher zu empfehlen. Gesangsmikrofone sind nicht für die Schallaufnahme von größeren Entfernungen konzipiert. Sie müssen verhältnismäßig nah besprochen oder besungen werden. Der Umgang mit dem Mikrofon muss mit SchülerInnen entsprechend eingeübt werden.

Funkmikrofone werden ebenfalls bei Sologesang oder Sprachübertragung gerne verwendet. Die Funktionsweise der Mikrofone ist die gleiche wie bei Kabelmikrofonen, es ist jedoch zu beachten, dass für die drahtlose Signalübertragung ein Empfänger, in der Regel in der Nähe des Mischpults und eine Batterie im Handsender (Mikrofon) benötigt wird.

Mikrofone für Chor- und Orchesterabnahme

Kleinmembran-Kondensatormikrofon

Bei der Verstärkung von Chören oder Orchestern werden Mikrofone benötigt, die auch mit einigem Abstand selbst leise Signale entsprechend aufnehmen und verstärken. Hierfür werden meist Kleinmembran-Kondensatormikrofone verwendet. Diese Mikrofone sind sehr leistungsfähig und hochsensibel. Sie sollten nicht nah besprochen werden und immer auf Stativen so positioniert werden, dass sie nicht angestoßen oder gar umgeworfen werden. Wenn diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, revanchieren sich diese Mikrofone aber mit einem sehr differenzierten, klaren Sound.


Mikrofone für die Instrumentenabnahme

Dynamisches Allround-Mikrofon

Neben den bereits erwähnten „Allround“-Mikrofonen unter den dynamischen Gesangsmikrofonen, die auch durchaus zur Instrumentenabnahme eingesetzt werden können, gibt es eine Vielzahl von speziellen Instrumentenmikrofonen, z.B für Bläser, Schlagzeug, Streicher, etc. Für den Schulgebrauch empfehlen sich auch hier eher dynamische „Allround“- Mikrofone, die in nahezu allen Bereichen, von der Bassdrum bis zum Gitarren Amp, einsetzbar sind. Die Anschaffung solcher Mikrofone ist mit Sicherheit sinnvoller als die Anschaffung von Spezialmikrofonen, die nur selten zum Einsatz kommen.


Siehe auch: Mikrofone, Mikrofontypen