Verstärker-Combos

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Dieser Artikel ist Teil des Beitrags Tontechnik in der Schule.

Unter Combos versteht man Gesangs-/Instrumentenverstärker, bei denen der Verstärker (die Endstufe) und die Lautsprecherbox in einem Gehäuse integriert sind. Combos sind aufgrund ihres Gewichts und ihrer Größe gut zu transportieren und daher für den Einsatz im Klassenraum gut geeignet. Auch bei Bandproben können Combos gut eingesetzt werden. Sie sind schnell aufzubauen und direkt einsatzbereit. Um einen großen Raum angemessen zu beschallen (Konzert, Vorspiel), reicht der Einsatz von Verstärker-Combos jedoch meistens nicht aus. Die Bedienung von Combos ist meist einfach und übersichtlich.

Neben der Kanal- und Gesamtlautstärke verfügen sie häufig über eine Klangregelung (Equilizer), bei der Bässe, Mitten und Höhen separat eingestellt werden können.


Gitarrenverstärker

Gitarren-Combo

Für den Einsatz von E-Gitarren in Schulensembles bieten sich Gitarren-Combos an, da sie trotz ihrer geringen Größe durchaus die Lautstärke erbringen um sich gegen eine Big Band oder eine klassische Bandbesetzung klanglich durchzusetzen. Grundsätzlich unterscheidet man Röhren- von Transistorverstärkern. Die Unterschiede in der Verstärkertechnik machen sich vor allem im Sound bemerkbar. Röhrenverstärkern wird ein wärmerer, satterer Sound nachgesagt. Die meist günstigeren Transistorverstärken überzeugen aber häufig durch eine Vielzahl von Effekten (Amp-Modelling, Delay, Reverb, usw.) und sind daher für den Einsatz in der Schule sehr geeignet. Sowohl Gitarrenanfänger, als auch fortgeschrittene Spieler werden mit diesen Verstärkern gut zurecht kommen. Bei großen Veranstaltungen wird der Gitarrenverstärker mit einem dynamischen „Allround“- Instrumentenmikrofon abgenommen.


Bassverstärker

Bass-Combo

Insbesondere bei der Verstärkung eines E-Basses ist eine entsprechende Bassverstärker-Combo sehr empfehlenswert. Ein Gitarrenverstärker ist nicht für den Anschluss eines Basses geeignet und wird die tiefen Frequenzen, die vom Instrument erwartet werden, nicht entsprechend wiedergeben. Vom E-Bass werden im schulpraktischen Kontext kaum effektmanipulierte oder verzerrte Sounds erwartet, wodurch eine normale Transistor- Combo in den meisten Fällen den Aufgaben der Bassverstärkung voll und ganz gewachsen ist. Bei großen Veranstaltungen kann der Bass über den DI-Output des Verstärkers an ein Mischpult angeschlossen werden.


Keyboardverstärker

Keyboard-Combo

Keyboardverstärker können am ehesten als „Allround-Verstärker“ unter den Instrumenten-Combos betrachtet werden. Oftmals verfügen sie über mehrere, separat regelbare Eingangskanäle. An diesen Verstärkern lässt sich durchaus auch ein Bass, eine Gitarre oder ein Mikrofon anschließen. Insbesondere bei Gitarre und Bass wird der Sound im Vergleich zu den instrumentenspezifischen Verstärkern nicht überzeugen, aber für das Klassenmusizieren stellen diese Combos eine gute „All-in- one“-Lösung dar.


Gesangsverstärker

Gesangs-Combo

Diese sehr kompakten Combos bieten sich sehr gut für die Verstärkung von Sologesang oder Sprache im Kontext des Klassenmusizierens oder bei Bandproben an. Sie verfügen häufig über einen zusätzlichen Eingangskanal, an dem ein Keyboard oder eine semi-akustische Gitarre angeschlossen werden können.


Combo-Verstärker statt PA?

Die oben beschriebenen Combo-Verstärker sind für den Einsatz im Klassenraum und bei Proben hervorragend geeignet. Bei größeren Auftritten, z.B. einer Konzertveranstaltung, bei der viele Instrumente und Mikrofone zum Einsatz kommen, muss jedoch häufig eine entsprechend dimensionierte professionelle Beschallungsanlage (PA) eingesetzt werden. Eine PA umfasst verschiedene Komponenten - vom Kabel, über das Mischpult, bis hin zu den Lautsprecherboxen.