Moin-moin!
Ich nutze Bodypercussion meist, um vertrackte Rhythmen (z.B. den allseits "beliebten" Offbeat...) deutlich zu machen. Ich habe vor einiger Zeit mal ein Seminar bei Ulrich Moritz aus Berlin mitgemacht, das war grandios. Er fing an mit einem Grund-Laufrhythmus, den ich für schlichtweg genial halte: "1" - rechter Fuß vor, "2" - linker Fuß geht auf der Stelle, "3" - rechter Fuß zurück, "4" - linker Fuß auf der Stelle. (War das verständlich???) Der große Vorteil: Jeder Schüler kann immer sehen, wo die "1" ist, nämlich immer dann, wenn der Fuß vorne ist. Sollte man mal rauskommen, ist es nicht schwer, wieder in den Beat zu finden.
Als nächstes kann man gut die zu erklärenden Rhythmen klatschen und /oder sprechen, z.B. "Panama, Panama, Cuba". Dieser Rhythmus wird besonders deutlich, da jeder Schüler merkt, das man den zweiten Klatscher eben nicht auf die 2 oder 3 macht, sondern _dazwischen_.
Bei Uli Moritz kamen auf den Grundschritt vier Sprechrhythmen, die gut variiert werden können. In unserem Fall war es "Na, gut geruht? Ja, ziemlich gut.", "Guten Morgen! Guten Morgen" usw. Nachdem diese Rhythmen saßen, wurden sie mit Bodypercussion untermalt. Genutzt wurden dazu alle erreichbaren Körperteile. Der nächste Schritt war dann das weglassen der Sprechrhythmen und schließlich die Umsetzung dieser Rhythmen auf Percussioninstrumente. Auf diese Weise erarbeitete Rhythmen gehen in jedem Fall nicht so leicht wieder verloren...
Wer Interesse hat, dem kann ich die Noten von diesen und anderen Sachen schicken. Es ist nicht so viel, aber gerade in den Klassenstufen 3-6 kommen diese Sachen sehr gut an.
Empfehlen kann ich auch das Buch von Ulrich Moritz, das viele Anregungen und Beispiele enthält, auch ganz spezielle Rhythmen behandelt. Man kann die Schrittfolge übrigens auch für andere Taktarten verändern. In jedem Fall schult diese Herangehensweise m.E. sehr gut das Körper-Rhythmusgefühl.
Liebe Grüße,
Lars
