Musikdidaktik

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Die allgemeine Didaktik wurde früher als „Kunst des Lehrens“ angesehen. Heute wird Didaktik auch als Wissenschaft verstanden, weshalb Jank sie als „Theorie und Praxis des Lernens und Lehrens“ definiert (vgl. Jank 2009, S. 11).

Vergleichbares gilt auch für die Musikdidaktik: Musikpädagogik und Musikdidaktik gelten inzwischen ebenfalls als Wissenschaften, wobei zunächst nicht zwischen diesen beiden differenziert wurde (vgl. Kaiser/Nolte 1989, S. 23).

Definition

Es gibt in der Musikpädagogik keine einheitliche Verwendung des Begriffs. Die Vielfalt stellen Kaiser/Nolte (1989, S. 9-29) in ihrer Veröffentlichung Musikdidaktik. Ein Lese- und Arbeitsbuch dar.

Kaiser/Nolte halten als Ergebnis der Diskussion fest, dass Musikdidaktik die „Theorie des Musikunterrichts“ ist (S. 9 und 22). Schatt (2007) definiert Musikdidaktik als „Wissenschaft der Anwendung musikpädagogischen Wissens“ (S. 21).

Aufgabenfelder

Die Musikdidaktik reflektiert nach Schatt (2007) grundlegende Strukturmomente von Musikunterricht. Er fasst in Anlehnung an Kraemer (2004, S. 50) die zentralen Aufgaben der Musikdidaktik wie folgt zusammen:

  • Analyse und Planung von Musikunterricht
  • Reflexion der Eigenart und Begründbarkeit von Methoden und Medien
  • Entwicklung und Überprüfung von Inhalten, Vorgaben für Bildungsgänge, Lehrpläne und Curricula
  • Hilfen zum Musikunterricht

Siehe auch: Musikdidaktische Konzeptionen

Literatur

  • Jank, Werner (Hrsg.) (2009): Musikdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Berlin: Scriptor
  • Kaiser, Hermann J./Nolte, Eckhard (1989): Musikdidaktik. Sachverhalte – Argumente – Begründungen. Ein Lese- und Arbeitsbuch. Mainz: Schott
  • Schatt, Peter W. (2007): Einführung in die Musikpädagogik. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
  • Kraemer, Rudolph-Dieter (2004): Musikpädagogik – eine Einführung in das Studium (Forum Musikpädagogik, Band 55). Augsburg: Wißner-Verlag